Irgendwie gibt es sie heutzutage zwar fast das ganze Jahr über, aber schmecken – so richtig schmecken nach Sommer, nach Garten und nach früher tun sie nur jetzt, am Ende des Frühlings. Klar, die Rede ist von Erdbeeren, die mit ihrer leuchtend roten Farbe den Start in den Sommer signalisieren. Aber sie sind nicht nur lecker, in der sensiblen roten Frucht stecken außerdem viele gesunde Inhaltsstoffe. Und da Erdbeeren kaum Kalorien haben, sind sie eine sommerliche Köstlichkeit, die wir unbeschwert genießen können.
Viel drin: Vitamin-C-Bombe mit Diät-Faktor
Die aromatischen Früchte fallen mit etwa 32 Kilokalorien pro hundert Gramm energetisch gesehen kaum ins Gewicht. Zum Vergleich: Äpfel bringen fast das doppelte, Bananen etwa das dreifache an Kalorien auf die Waage. Erdbeeren weisen einen hohenGehalt an Ballaststoffen auf (Pektinen und Zellulose), die wichtig für die Darmgesundheit sind und die Verdauung fördern. Erdbeeren sind außerdem reich an Vitaminen, vor allem ihr Vitamin-C-Gehalt ist enorm: Mit etwa 55 mg/100g liegt er sogar höher als bei Zitronen und Orangen.
Was also das Vitamin C angeht, deckt eine 200 Gramm-Schale bereits den Tagesbedarf eines Erwachsenen. Aber auch an Mineralstoffen fehlt es der Erdbeere nicht: Kalium, Magnesium, Kalzium, Zink und Eisen sind nur einige davon. Magnesium und Kalium kräftigen dabei das Herz, Eisen stärkt die Abwehrkräfte und Zink soll unter anderem die Libido anregen.
Selbst die in den Erdbeeren enthaltenen Säuren tun Gutes für Ihren Körper. Phenolsäuren bieten zum Beispiel Schutz vor Arteriosklerose, Salicylsäure kann Rheuma- und Gichtbeschwerden lindern. Außerdem enthält die Erdbeere eine hohe Konzentration von Ellagsäure. Mit ihrem Anteil an Kalzium, Kalium, Eisen, Zink und Kupfer bieten Erdbeeren also viele Mineralstoffe, die unser Körper täglich braucht. Darüber hinaus enthalten die Früchte Folsäure, die zum Beispiel für Schwangere wichtig ist.
Botanisch gesehen sind Erdbeeren allerdings keine Beeren,
sondern Scheinfrüchte oder Sammelnussfrüchte mehrjährig blühender Stauden. Die eigentlichen Früchte der Erdbeere sind die kleinen gelben Körner auf der Oberfläche, sie werden Nüsschen genannt. Das, was wir an der Erdbeere lieben und als Fruchtfleisch essen, ist eigentlich die fleischig verdickte Blütenachse, auf der die Nüsschen sitzen. Es handelt sich um das weiße Mark der Blütenachse, das in reifem Zustand die rote Farbe annimmt.
Es gibt unzählige Erdbeersorten,
die sich hinsichtlich Form, Geschmack, Farbe, Festigkeit des Fruchtfleisches, Reifezeit und Inhaltsstoffen unterscheiden. Im Vergleich zu anderen Obstsorten spielen die verschiedenen Sorten für den Verbraucher aber keine große Rolle und sind oft nicht gekennzeichnet.
Erdbeer-Saison: Am besten im Frühsommer
Von Mai bis Juli gibt es deutsche Erdbeeren. Sie schmecken meist am besten, weil sie frisch gepflückt keine langen Transportwege zurücklegen müssen. Oft sind sie auch weniger schadstoffbelastet. Von Februar bis Mai sind Früchte aus Spanien und Italien erhältlich. Um die Weihnachtszeit kann man Erdbeeren aus Marokko und Ägypten kaufen. Es lohnt sich aber, auf die heimische Saison im Frühsommer zu warten – sie schmecken viel intensiver, haben mehr Vitalstoffe und sind, nicht zuletzt, in der Saison von Mai bis Juli auch deutlich günstiger als die Gewächshaus-Varianten im übrigen Jahr.
Sensible Früchtchen
Erdbeeren sind äußerst empfindlich. Bereits ein paar Stunden nach der Ernte beginnen sie, ihr Aroma zu verlieren. Deshalb sollte man sie möglichst sofort verzehren. Ungewaschen und abgedeckt kann man die sensiblen Früchte bis zu zwei Tage im Kühlschrank lagern. Ein flacher Behälter verhindert Druckstellen. Beschädigte Früchte sollten Sie entfernen, denn sie schimmeln schnell.
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