Zähneputzen ist wichtig, wenn man schöne und gesunde Zähne haben und erhalten möchte – klar soweit, jedem bekannt und erstmal nichts neues. Dass Erkrankungen von Zähnen und Mundraum aber weitreichende Auswirkungen auf den Bewegungsapparat oder auch das Herz-Kreislauf-System haben können, wissen vielleicht nicht so sehr viele Menschen, und auch die Zusammenhänge von Mundgesundheit und chronischen Erkrankungen sind manchem vielleicht neu. Wir haben im Folgenden ein paar Fakten rund um das Thema „Gesund beginnt im Mund“ zusammengefasst:
Der menschliche Körper ist ein überaus komplexes System,
dessen Zellen, Gewebe, Organe und Subsysteme in vielfältigen Wechselwirkungen miteinander stehen. Daher wirkt sich die Erkrankung eines Bereiches – zum Beispiel eben eine Entzündung im Mundraum – oft auch auf andere Bereiche oder auch auf den gesamten Körper aus.
Zahnfleischentzündungen, Karies oder Entzündungen in der Mundhöhle äußern sich daher oft nicht nur mit lokalen Symptomen, sondern auch mit Schmerzen und anderen Krankheitsanzeichen in weit entfernten Körperregionen.
Als Teil der Mundschleimhaut übernimmt das Zahnfleisch (medizinisch Gingiva) wichtige Aufgaben:
Es umgibt die Zähne und ist durch unzählige Fasern mit den einzelnen Zähnen verbunden. Diese festen Verbindungen sorgen gemeinsam mit den Zahnwurzeln für die notwendige Stabilität der Zähne, die auch einem kräftigen Zubeißen standhält. Das Zahnfleisch wirkt wie ein Siegel um die Zahnhälse und verhindert das Eindringen von Speisebrei, Plaque oder Bakterien in den Bereich der Zahnwurzel und schütz so schützt vor Keimen und Infektionen. Gesundes Zahnfleisch weist eine zartrosa Färbung auf und blutet nicht beim Zähneputzen. An der Oberfläche sind leichte Erhebungen spürbar – auch in den Zahnzwischenräumen sitzt das Zahnfleisch stabil.
Der Begriff Mundflora bezeichnet den gesamten Bereich der Mikroorganismen im Mund. Einige Milliarden Bakterien und verschiedene Hefen leben im feuchten und wohltemperierten Milieu der Mundhöhle. Etwa zwei Drittel der oralen Mikroben befinden sich auf der Zungenoberfläche. Die Mundflora schützt in erster Linie vor Krankheitserregern, die sich in der Mundhöhle einnisten möchten und ist essentiell wichtig für eine gesunde und gut funktionierende Verdauung. Noch bevor die Nahrung in den Magen gelangt, finden bereits im Mund erste Verdauungsprozesse und biochemische Vorgänge statt. Deshalb ist es auch so wichtig, gut und ausgiebig zu kauen.
Eine aus dem Gleichgewicht geratene Mundflora begünstigt Entzündungen,
die sich eben nicht nur auf den unmittelbar umgebenden Bereich im Mund, sondern auch in anderen Regionen des Körpers auswirken können, zum Beispiel:
Entzündungen im Mundraum können den gesamten Bewegungsapparat aus der Balance bringen. Häufige Symptome dabei sind:
• Spannungskopfschmerz
• muskuläre Verspannungen in Hals und Nacken
• Rückenschmerzen
• Hüft- oder Kniebeschwerden
Auslöser dieser und ähnlicher Beschwerden ist häufig die Schonhaltung infolge einer schmerzhaften Entzündung des Zahnmarks oder einer Kieferentzündung, bei der man nur noch auf einer Seite kaut. Dadurch entstehen muskuläre Dysbalancen und kleine Fehlhaltungen, die sich auf die Wirbelsäule und das gesamte Skelett auswirken können.
Ein ähnlicher Effekt ergibt sich durch andere zahnmedizinische Probleme: sowohl durch eine Fehlstellungen von Zähnen und Kiefer, die den normalen Bewegungsablauf beeinträchtigen, wie zum Beispiel auch eine Dauerbelastung beim nächtlichen Zähneknirschen (Bruxismus).
Die Abklärung einer möglichen zahnmedizinischen Ursache lohnt insbesondere dann, wenn die obig genannten Symptome über einen längeren Zeitraum auftreten und bisherige Untersuchungen (Allgemeinmedizin, Orthopädie, Rheumatologie etc.) keine Hinweise auf mögliche Ursachen für die Muskel- bzw. Gelenkprobleme erbracht haben.
Bei länger andauernden Entzündungen im Mundraum können sich Krankheitserreger ungehemmt vermehren,
zudem bildet das absterbende Gewebe zahlreiche Giftstoffe. Diese können über die Blutbahn in den gesamten Körper gelangen, und das wiederum kann unter anderem zu Beeinträchtigungen des Herz-Kreislauf-Systems führen: Die Entzündungserreger verringern die Elastizität der Blutgefäße und steigern damit das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall. Problematisch ist das vor allem deshalb, weil die Schädigung des Herz-Kreislauf-Systems oft lange unentdeckt bleibt. Umso wichtiger sind die halbjährlichen Kontrolluntersuchungen beim Zahnarzt, damit mögliche Entzündungen frühzeitig ausgeheilt werden können.
Ebenfalls eine gefährliche Wechselwirkung kann zwischen entzündlichen Erkrankungen im Mundraum und Diabetes mellitus auftreten:
Zum einen erhöht Diabetes das Parodontitis-Risiko, zum anderen beeinflussen die Entzündungserreger den Blutzuckerspiegel und fördern die Insulinresistenz des Diabetes-Patienten. Eine ähnliche Wechselwirkung lässt sich auch bei Rheuma und rheumatischer Arthritis beobachten: Entzündungserreger aus dem Mundraum können in die Gelenke gelangen – umgekehrt erschwert die eingeschränkte Mobilität von Kiefergelenk und Händen die Mundhygiene und vergrößert damit das Entzündungsrisiko.
Diabetes- und Rheuma-Patienten sollten allein deshalb besonders auf die täglichen Mundhygiene achten und regelmäßig zum Zahnarzt gehen. Zusätzliche Prophylaxemaßnahmen, insbesondere die regelmäßige professionelle Zahnreinigung, sind hier besonders empfehlenswert.
Kälte & Atemwege – wenn kalte Luft die Bronchien reizt
Mit Beginn der kalten Jahreszeit spüren viele Menschen Veränderungen an ihren Atemwegen. Kalte Außenluft, trockene Heizungsluft und häufige Temperaturwechsel stellen eine besondere Belastung für Nase, Rachen und Bronchien dar. Nicht selten äußert sich das durch Kratzen im Hals, trockene Schleimhäute, Hustenreiz oder ein Gefühl von „empfindlichen“ Atemwegen.
Gerade im Winter lohnt es sich, den Atemwegen besondere Aufmerksamkeit zu schenken.
Abnehmen beginnt mit guter Beratung – wie Ihre Apotheke Sie begleiten kann
Der Wunsch, Gewicht zu reduzieren, entsteht oft leise. Man merkt, dass Kleidung enger sitzt, die Kondition nachlässt oder man sich insgesamt weniger wohlfühlt. Für viele ist Abnehmen kein kurzfristiges Ziel, sondern Teil eines größeren Wunsches nach mehr Gesundheit, Beweglichkeit und Lebensqualität.
Gerade deshalb ist eines besonders wichtig: eine gute, individuelle Beratung. Denn gesundes Gewichtsmanagement ist mehr als Kalorienzählen oder kurzfristige Diäten – und genau hier kann Ihre Apotheke eine wertvolle Anlaufstelle sein.
Meer tut gut: Thalasso-Woche für Körper & Atemwege
Wenn der Winter beginnt, spüren viele Menschen, wie sehr Kälte, trockene Luft und weniger Bewegung den Körper fordern. Muskeln verspannen schneller, Atemwege reagieren empfindlicher, und das Bedürfnis nach Wärme und Regeneration wächst. In dieser Zeit kann ein Blick ans Meer – oder zumindest auf seine natürlichen Wirkstoffe – wohltuend sein.
Die sogenannte Thalasso-Therapie nutzt seit Jahrhunderten die natürlichen Eigenschaften des Meeres: Salz, Algen, Wasser und ätherische Meeresessenzen. Auch im Winter können diese Elemente gezielt eingesetzt werden, um den Körper zu entlasten und neue Balance zu finden.
Neues Jahr, neue Gewohnheiten – warum kleine Schritte Großes bewirken
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Weihnachten gilt als Zeit der Ruhe, der Nähe und der Besinnlichkeit. Und doch empfinden viele Menschen genau das Gegenteil: Termindruck, volle Innenstädte, permanente Erreichbarkeit, soziale Verpflichtungen und der Vergleich mit scheinbar perfekten Festen in den sozialen Medien.
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Elektrolyte – warum sie für unseren Körper unverzichtbar sind
Elektrolyte geraten oft erst dann in den Fokus, wenn etwas nicht stimmt: bei Erschöpfung, Muskelkrämpfen oder nach einer durchfeierten Nacht. Dabei sind sie ständig im Einsatz und gehören zu den grundlegenden Bausteinen unserer Gesundheit. Ohne Elektrolyte könnten Nerven keine Signale weiterleiten, Muskeln sich nicht zusammenziehen und der Flüssigkeitshaushalt nicht stabil gehalten werden.